Nach jahrelangen Auslandseinsätzen im diplomatischen Dienst Li kehrt Meredith Mitchell mit äußerst gemischten Gefühlen nach England zurück. Die heimatlichen
Gefilde wecken bittersüße Erinnerungen, das ländlich-einsame Bamford – eine Zugstunde von ihrer Arbeitsstelle in London entfernt - ist vielleicht doch etwas zu einsam, um nicht zu sagen gottverlassen, und zu allem Überfluß steht Weihnachten vor der Tür. Nicht gerade ideale Bedingungen für einen Neuanfang, findet Meredith.
Ein unerwartet freundliches Willkommen bereitet ihr jedoch ein alter Bekannter: Chefinspektor Markby möchte offensichtlich gern an Vergangenes anknüpfen, weiß aber noch nicht genau wie, und auch Meredith' neue Nachbarin Harriet Needham - ein beeindruckend streitbarer Rotschopf - erweist sich als sehr sympathisch. Kaum daß man sich kennengelernt hat, wird Harriet das Opfer eines Jagdunfalls bei der traditionellen Bamforder Weihnachtsjagd. Meredith selbst ist Zeugin eines Sabotageakts, der für ihre neue Freundin tödlich endet.
Ein tragischer Unfall, verursacht durch einen fanatischen Jagdgegner, der diesen Ausgang nicht beabsichtigte? Zunächst glaubt Meredith, was sie gesehen hat, doch bald schon kommen ihr Zweifel. Immer scheint darauf hinzuweisen, daß schon jemand ganz anderes dafür Sorge getragen hat, daß die provokante Harriet die weihnachtliche Fuchsjagd auf keinen Fall überleben würde.
Nur sehr widerstrebend folgt Inspektor Markby, der mit dem Fall beauftragt ist, Meredith' Überlegungen - und erkennt gerade noch rechtzeitig, daß sie auf einer Fährte ist, an deren Ende der Mörder wartet …

Wie ihre Heldin hat Ann Granger in verschiedenen Teilen der Welt im diplomatischen Dienst gearbeitet. Sie lernte ihren Mann, ebenfalls Angestellter der Britischen Botschalt, in Prag kennen. Heute lebt die englische Autorin und Mutter zweier erwachsener Söhne mit ihrem Mann in der Nähe von Oxford. »Fuchs, du hast die Gans gestohlen« ist der zweite Kriminalroman um das liebenswert-exzentrische Detektiv- Paar Meredith Mitchell und Alan Markby.